Dienstag, 30. August 2016

Sardinien - Zauber der Natur

Ok, ok.... es ist nun auch schon wieder 2 Monate her, nichtsdestotrotz kann ich euch definitiv nicht vorenthalten, was für unglaublich beeindruckende Tage uns die italienische Insel Sardinien schenkte.

Noch heute komme ich regelmässig ins Schwärmen und möchte jedem einen Sardinien-Urlaub aufschwatzen. ;-) Aber es ist ja auch so leicht, ist es schliesslich gar nicht weit entfernt für uns in Deutschland Lebende. Mit dem Flugzeug knapp 2 Stunden und ihr betretet vom Flieger aus direkt ein wirklich paradiesisches Fleckchen Erde. Die Natur hat es mit dieser Insel wirklich mehr als gut gemeint. 

Viel mehr als gut!





Sardinien. Wie beschreibt man Sardinien? Man könnte jetzt drei Adjektive wählen, aber egal, welche man wählt, drei Wörter würden Sardinien nicht gerecht werden. Eine Liste passender Adjektive würde vermutlich kein Ende finden....

Der Reihe nach.

Unsere Anreise:

Ihr kennt das ja mittlerweile schon. Donnerstag gebucht, Freitag los. :-P 
Zumindest für unseren Papa. Der setzte sich nämlich in unseren Lieblingsbus, voll bepackt bis oben hin und fuhr los Richtung Italien. Von dort aus ging es dann mit der Fähre (von Livorno nach Olbia, Fahrzeit ca. 6,5 Stunden) nach Sardinen. 

Die Mädels und ich, wir fuhren Samstag früh nach Berlin und flogen ihm hinterher.  Da wir fliegen ja schon ausreichend geübt sind, war es auch alleine für uns gar kein Problem.

Auf Sardinien angekommen erwartete uns der Papa bereits am Flughafen. Unsere wunderschöne Ferienwohnung hatte er bereits bezogen, so dass es für uns drei ein sehr entspanntes Ankommen war. Wir wohnten in der kleinen Hafenstadt Arbatax in einer sehr gepflegten Anlage, die zwei Pools und einen Spielplatz aufwies.

Arbatax - schön ist es dort, aber die Lage, im Nachhinein betrachtet, nicht so erstrebenswert. 
Also auch nicht schlecht, aber es geht eben besser. :-)

Wir fuhren ganz oft in den Südosten der Insel, häufig an die Costa Rei. Dort findet ihr in der Nähe der Stadt Villasimius unseren Lieblingsstrand. Zumindest von den Stränden, die man mit dem Auto erreicht. 

Also, notiere: 
Meine Empfehlung für den ersten Sardinien-Tripp: Costa Rei. Dort macht ihr jedenfalls defintiv nichts falsch. Möglich, dass es noch schönere Stellen gibt (die kleine Insel Maddelena zB, ganz im Norden), aber wir haben mit den Kindern nicht die komplette Insel erkundigt. Wir wollten natürlich nicht täglich stundenlang im Bus sitzen. Ohne Kinder wären wir vermutlich etwas mehr gefahren.

Gerne dürft ihr entweder bei INSTAGRAM oder FACEBOOK (jeweils KLICK!) Kommentare hinterlassen, in denen ihr weitere Tipps für tolle Orte und Plätze oder aber direkt Unterkünfte gebt. 

Strand bei Villasimius:




Vom Wasser aus erreicht man noch ganz andere Schätze. Wir mieteten uns für einen kompletten Tag ein Boot, welches man auch ohne Bootsführerschein dort steuern darf. Vom Hafen in Arbatax starteten wir und landeten dort, wo ich meinen Mund kaum wieder schliessen konnte. Was uns dort erwartet, war blanker Naturzauber.




Solch eine Wasserfarbe hatte ich noch nie zuvor gesehen. Auch Miami bietete SO ETWAS UNGLAUBLICHES nicht, zumindest haben wir es dort nirgends finden können. 
Es war so so so unbeschreiblich schön, dass ich unbedingt noch einmal dahin muss. Dieses Wasser an den Küsten und Buchten war einfach der blanke Wahnsinn. Ich hätte stundenlang einfach nur das Wasser anschauen können. Wir waren also hin und weg. 




Insgesamt blieben wir 14 Tage auf der Insel. 

An einem Tag besuchten wir eine riesige Tropfsteinhöhle ("Grotta di Ispinigoli") mitten in den Bergen. Die Fahrt dorthin war abenteuerlicher als erwartet. Falls jemand ein ebenso grosser "Serpentinen-Liebhaber" ist wie ich, der kann mich verstehen. Auch wenn es wirklich beeindruckend war, die Berge zu erleben, ich war froh, als wir endlich angekommen waren.

Die Natur bot auch in den Bergen unheimlich viel Schönes, ganz klar. Nicht zuletzt mussten wir ziemlich weit oben für Bergziegen bremsen, die in aller Ruhe nach und nach die Strasse überquerten. Das war einfach toll, auch für die grosse Schwester. 

Nach der Besichtigung der Höhle fuhren wir runter ans Meer, dieses Mal an die Bucht CALA FUILI. 

Auf der folgenden Collage sowohl oben als auch unten rechts im Bild.




Auch hier kann ich nur sagen, hin mit euch! Der Fussweg herunter hat es zwar in sich, aber man wird definitiv belohnt.

Hach ja, man wird eigentlich für jeden zurückgelegten Kilometer auf Sardinien belohnt, denn es gibt immer Besonderes zu entdecken. Auch die Tierwelt ist unheimlich vielfältig und aussergewöhnlich. Wir kamen sogar in den Genuss, in der Natur lebende Flamingos beobachten zu können. 


Verpflegung:

Verpflegt haben wir uns meistens unterwegs. Nur gefrühstückt haben wir bei uns zu Hause. 
Sämtliche Lokalitäten sind sehr kinderfreundlich. Es gab fast immer Spielecken, so dass es für uns ziemlich entspannt ablief.

Supermärkte reihen sich übrigens dicht aneinander und ihr werdet auf jeden Fall satt, sollte ihr euch selbst verpflegen. Auch der gastronomische Bereich ist durchaus erschwinglich.  


Mietwagen ja/nein:

Für mein persönliches Empfinden ist ein Auto schon irgendwie zwingend erforderlich. Es ist einfach schade, wenn man sich die Vielfalt auf Sardinien entgehen lässt, wenn man schon mal dort ist. Ich kenne aber auch zwei Familien, die dort zumindest zeitweise ohne einen Mietwagen Ferien gemacht haben. 

Meine Empfehlung dennoch: Mietwagen buchen! 

Oder natürlich die eigene Anreise in Erwägung ziehen. Für euch in Süddeutschland Lebende, 
ist es ja fast ein Katzensprung. ;-)




Zum Ende hin besuchten wir übrigens den "River Land Waterpark". Das war der schönste und familienfreundlichste Wasserpark, in dem ich je war. Es gibt dort ein unglaublich grosses Becken, dass ganz flach ausläuft und mit einem Gummiboden versehen ist. Ausrutschen für kleine Kinder somit unmöglich. Ausserdem natürlich eine Vielzahl an Rutschen und anderen Highlights. Wirklich toll. Nur das gastronomische Angebot war in diesem Fall eher so "na ja". 

"River Land Waterpark" hier oben rechts im Bild:




Obwohl ich grundsätzlich ja ein kleines Konsum-Opfer bin, waren wir tatsächlich nicht einmal so richtig shoppen oder mal in einem Einkaufscenter oder in einer grösseren Stadt. ;-) Wir haben uns tatsächlich nahezu ausschliesslich durch die Natur treiben lassen. Daher kann ich euch dahingehend auch keine Tipps geben. 




Sardinien blüht übrigens wie verrückt, ein Punkt, den ich unbedingt noch erwähnen muss. 
Wenn man aus anderen warmen oder gar heißen Urlaubsländern eher eine karge Landschaft gewohnt ist, wird man auf Sardinien ins Staunen kommen. Überall und in allen Farben blüht es. Die Farbenvielfalt ist wirklich sehr, sehr hübsch anzuschauen. Wir waren Anfang Juli dort, man merkte, dass die ersten Pflanzen langsam verblühten. Was diesen Punkt betrifft ist es sicher absolut perfekt, im Mai anzureisen. Dafür ist dann natürlich das Wasser noch kälter. Also mir war der Juli so gesehen schon ganz recht. ;-)

Ich könnte jetzt noch ewig weiterschreiben, aber ich möchte natürlich auch, dass jeder bis zum Schluss liest und wenn wir Mutter eines nicht im Überfluss haben, dann ist es doch die Zeit. ;-) 

Ich denke, alles Wichtige ist zumindest angesprochen oder erwähnt. 

Wer Lust hat, in Europa den wohl schönsten Urlaub zu erleben, der besucht ganz bald Sardinien und wird mir, insofern er an mich denkt, gerne ein Bilderguss per Mail schicken. 

Ich würde mich auf jeden Fall freuen!

Bis ganz bald,
liebe Grüsse
Julia